Jeff Bezos’ Project Prometheus: Das 38-Milliarden-Startup, das die KI-Welt auf den Kopf stellt
- Nico Dudli

- 7. Juni
- 4 Min. Lesezeit
Wer dachte, der KI-Hype hätte seinen Höhepunkt erreicht, sollte schleunigst einen Blick auf Project Prometheus werfen.
Das im November 2025 von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Leben gerufene KI-Startup schießt derzeit in Sphären vor, die selbst für das Silicon Valley atemberaubend sind.
Wie das Tech-Magazin Built In berichtet, steht das Unternehmen nach einer gigantischen Finanzierungsrunde über 10 Milliarden US-Dollar kurz vor dem Abschluss.
Investoren wie JPMorgan und BlackRock stehen Schlange. Die Bewertung des Startups? Liegt nach nur gut einem halben Jahr Bestehen bei astronomischen 38 Milliarden Dollar.
Doch was steckt hinter dem Hype? Und warum baut Bezos ein KI-Imperium auf, das ganz anders funktioniert als OpenAI oder Google?
Hier sind die Fakten.

Project Prometheus: Das Wichtigste in Kürze
Das Fundament: Ein im November 2025 von Jeff Bezos und Physiker Vikram „Vik“ Bajaj gegründetes, extrem finanzstarkes KI-Startup.
Der Mega-Deal: Eine aktuelle Finanzierungsrunde über 10 Milliarden US-Dollar (u. a. durch BlackRock und JPMorgan) katapultiert den Firmenwert auf gigantische 38 Milliarden Dollar.
Die Technologie: Keine Chatbots oder humanoide Roboter! Entwickelt wird eine Art „Artificial General Engineer“ – ein KI-Superwerkzeug für digitales Engineering und die Evolution von CAD-Software.
Das Team & Standorte: Über 120 Top-Spezialisten (abgeworben von OpenAI, Google DeepMind und xAI) arbeiten in San Francisco, London und an einem neuen strategischen Hotspot in Zürich (Schweiz).
Vergiss ChatGPT: Hier kommt der „Artificial General Engineer“
Während sich Microsoft, Google und Meta um die besten Text- und Bildgeneratoren für Endverbraucher streiten, schaut Project Prometheus in eine völlig andere Richtung: in die physische Welt der Industrie.
Lange wurde vermutet, Prometheus baue vor allem KI-gestützte Roboter. Doch Jeff Bezos selbst räumte damit Ende Mai 2026 in einem CNBC-Interview auf.
Wie GeekWire berichtet, stellte Bezos klar:
„Wir haben absolut nichts mit Robotik zu tun.“
Stattdessen entwickelt das Startup eine Art „Artificial General Engineer“:
Die Idee: Eine extrem moderne, intelligente Version von CAD-Software (computer-aided design).
Das Ziel: Die KI soll die Gesetze der Physik nativ verstehen und selbstständig physische Objekte und komplexe Maschinen designen können.
Der Nebeneffekt: Bezos betonte, dass diese Werkzeuge langfristig auch seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin massiv helfen werden.
Das Dream-Team und der Hotspot Zürich
Geleitet wird das streng geheime Projekt von einer hochkarätigen Doppelspitze:
Jeff Bezos teilt sich den Co-CEO-Posten mit dem renommierten Physiker und Tech-Veteranen Vikram „Vik“ Bajaj, der zuvor unter anderem die Google-Life-Sciences-Sparte Verily mitgegründet hat.
Die Strategie beim Recruiting ist extrem aggressiv. Mit schier unendlichen finanziellen Mitteln wirbt Prometheus die klügsten Köpfe von OpenAI, Google DeepMind und xAI ab. Das Team soll mittlerweile auf weit über 120 Spitzenforscher angewachsen sein.
Spannend für Europa: Fokus auf die Schweiz
Neben den Hauptstandorten in San Francisco und London hat Prometheus Anfang 2026 eine wichtige Niederlassung in Zürich eröffnet.
Wie das Digital Watch Observatory berichtet, zieht Zürich wegen der ETH und der dortigen Tech-Cluster immer mehr US-KI-Größen (wie OpenAI, Anthropic und Nvidia) an – nun mischt auch Bezos an der Limmat kräftig mit.
AQ: Alles, was du über Project Prometheus wissen musst
Was genau ist Project Prometheus?
Project Prometheus ist ein im November 2025 von Jeff Bezos gegründetes KI-Startup. Anders als OpenAI (ChatGPT) oder Google (Gemini) entwickelt es keine Text- oder Bild-Chatbots. Das Ziel ist eine sogenannte „Physical AI“, genauer gesagt ein „Artificial General Engineer“ – eine KI, welche die physikalischen Gesetze der echten Welt versteht, um komplexe Maschinen und Produkte eigenständig zu designen.
Baut das Unternehmen Roboter?
Nein. Jeff Bezos räumte im Mai 2026 in einem CNBC-Interview mit den Gerüchten auf und stellte unmissverständlich klar: „Wir haben absolut nichts mit Robotik zu tun.“ Die KI fungiert vielmehr als hochentwickeltes, intelligentes Super-Werkzeug für das digitale Design und Engineering (vergleichbar mit einer extremen Weiterentwicklung klassischer CAD-Software).
Wie viel ist Project Prometheus wert?
Nach einer massiven Finanzierungsrunde über 10 Milliarden US-Dollar von Schwergewichten wie JPMorgan und BlackRock im Frühjahr 2026 beläuft sich der Wert des Startups auf rund 38 Milliarden US-Dollar. Und das, obwohl das Unternehmen erst wenige Monate alt ist.
Wer leitet das Startup?
Es gibt eine hochkarätige Doppelspitze aus Wirtschaft und Wissenschaft: Jeff Bezos fungiert selbst aktiv als Co-CEO – sein erster operativer Chefposten seit seinem Rückzug bei Amazon 2021. An seiner Seite steht der Co-CEO und renommierte Physiker Vikram „Vik“ Bajaj, der zuvor unter anderem die Google-X-Sparte Verily mitgegründet hat.
Wo sitzen die Entwickler (und warum Zürich)?
Das Startup hat sein Hauptquartier in San Francisco und betreibt Niederlassungen in London sowie seit Anfang 2026 in Zürich (Schweiz). Zürich hat sich aufgrund der Spitzenforschung an der ETH und der Ansiedlung anderer KI-Giganten wie OpenAI oder Google DeepMind zum wichtigsten kontinentaleuropäischen Hotspot für Prometheus entwickelt.
Was hat Project Prometheus mit Blue Origin zu ein?
Prometheus ist ein eigenständiges Unternehmen und gehört weder zu Amazon noch zu Blue Origin. Allerdings hat Bezos bereits bestätigt, dass die entwickelten KI-Engineering-Werkzeuge seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin in Zukunft massiv dabei helfen werden, Raketen und Weltrauminfrastruktur schneller und effizienter zu konstruieren.
Das TechNovice-Fazit
Project Prometheus hat aktuell nicht einmal eine richtige Website und hält sich bedeckt.
Doch die schiere Finanzkraft zeigt, dass hier gerade das Fundament für die nächste Stufe der KI-Evolution gelegt wird. Laut Branchenberichten plant Bezos im Hintergrund bereits einen separaten 100-Milliarden-Dollar-Fonds für den Aufkauf von Industrie- und Fertigungsfirmen.
Während das Silicon Valley noch mit Software und Texten spielt, will Bezos die Neuerfindung von physischen Produkten und Maschinen automatisieren. Wir bleiben für euch dran!



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